Leyen-Pfizer-SMS: EU-Kommission erklärt sie offiziell für unwiderruflich gelöscht
Die Entscheidung reiht sich ein in eine strategische Neuausrichtung der US-Gesundheitspolitik. Kennedy, der mit seinem Amtsantritt eine Überprüfung pandemiebezogener Investitionen anordnete, ließ mehrmals durchblicken, dass er dem politischen und wirtschaftlichen Einfluss großer Pharmakonzerne auf staatliche Institutionen mit Vorsicht begegnet. Diese Haltung brachte ihm innerhalb des Gesundheitsapparats nicht nur Zustimmung – in Teilen der Bevölkerung allerdings wächst das Verständnis für einen kritischeren Umgang mit der Impfstoffindustrie.
Während Vertreter der etablierten Forschung ihm vorwerfen, sich von der wissenschaftlichen Evidenz zu entfernen, sehen andere Beobachter in der Neuausrichtung einen notwendigen Kurswechsel – angesichts anhaltender Diskussionen über Langzeitwirkungen, Impfdurchbrüche und Sicherheitsfragen, die auch Jahre nach der mRNA-Euphorie nicht ausgeräumt sind.
Pfizergate: Von der Leyen kann Vergangenheit nicht abfedern – Wird sie zur Lame Duck der EU?
Die gestoppten Programme betreffen auch Verträge mit deutschen und europäischen Unternehmen, die stark vom Zugang zum US-Markt abhängen. Mit dem Rückzug aus der mRNA-Forschung verlieren diese Firmen nicht nur Einnahmequellen, sondern auch die politische Rückendeckung der wichtigsten Industrienation.
Einige laufende Verträge sollen nach Angaben des Ministeriums noch zu Ende geführt werden, um bereits getätigte Investitionen abzusichern. Neue mRNA-Projekte wird es unter der aktuellen US-Regierung jedoch nicht mehr geben.
Kennedy streicht Fördermittel und setzt auf konventionelle Impfstoffe, die als robuster und verlässlicher gelten. Für die Pharmaindustrie ist das mehr als ein finanzieller Einschnitt. Es ist ein Verlust an Vertrauen – und ein Bruch mit der Ära der bedingungslosen Technologiegläubigkeit.Samuel Corum / Gettyimages.ru
Was auf den ersten Blick wie eine technische Korrektur erscheint, ist in Wirklichkeit ein deutliches politisches Signal. Die Vereinigten Staaten verabschieden sich sichtbar vom Ausnahmezustand der Corona-Jahre und mit ihm von den Technologien, die diesen geprägt haben. Für die internationale Impfstoffpolitik ist das eine Zäsur. Staaten, die weiterhin Milliardenbeträge in mRNA-Plattformen investieren, geraten zunehmend in eine strategische Randposition.